03.07.26 – Gumprecht in Regensburg

15 Jahre Freude, die bleibt

Seit 15 Jahren zeigt der Concept Store Gumprecht in Regensburg, wie kuratierter Handel auf kleinster Fläche begeistert. Zum Jubiläum feierte Inhaber Christian Plotzki mit starken Partnern, kreativen Aktionen – und an der Seite der Günther Rid Stiftung als langjähriger Begleiter.

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Inhaber Christian Plotzki ist bei Gumprecht der „Mann für alles“. Der Regensburger ist seit 1994 im Einzelhandel tätig und gehört ihm nach eigener Aussage „mit Leib und Seele“. © Rid Stiftung/Jan Schmiedel

 
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Bei Gumprecht finden die Kunden eine sorgfältig ausgewählte Mischung aus Lifestyle, Wohnen, Spiele und Schreibwaren. Alle Marken und Produkte teilen eine gemeinsame Ästhetik und Philosophie. © Rid Stiftung/Jan Schmiedel

 
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Am 22. und 23. Mai 2026 feierte Gumprecht in der Unteren Bachgasse seinen 15. Geburtstag – und der Laden war „bumsvoll“. Auf 120 m² inszeniert Inhaber Christian Plotzki rund 10.000 Artikel so, dass Stammkundschaft und Touristen gleichermaßen fündig werden. „Freude, die bleibt“ lautet der Claim – und genau das stand am Jubiläumswochenende im Mittelpunkt.

Am Freitag sorgte ein regionaler Barista, der Gumprecht auch regulär mit Kaffee beliefert, für frische Espressospezialitäten. Parallel wurden die ikonischen Winkekatzen von Donkey Products live von Lettering-Künstlerin Conny Fleischmann („Letter_dir_einen“) belettert – aus Mitnahmeartikeln wurden sehr persönliche Souvenirs.

Der Samstag gehörte der Illustration: Die bekannte Illustratorin Kera Till, ebenfalls Lieferantin von Gumprecht, zeichnete live im Store. Kundinnen und Kunden konnten eigene Fotos mitbringen und sich individuelle Motive anfertigen lassen. Der Laden verwandelte sich in ein kreatives Atelier – ein Beispiel dafür, wie Händlerinnen und Händler ihre Fläche zum Erlebnisraum machen können.

Kuratiertes Sortiment statt Zufallsauswahl

Wer den Concept Store betritt, erlebt einen liebevoll bestückten „Setzkasten“: Im Eingangsbereich treffen Trinkflaschen und Feinkost auf Mitbringsel, gegenüber glänzen Schreibgeräte in hell ausgeleuchteten Vitrinen. Ein Markenraum von räder strukturiert die Fülle, ein weiterer Raum gehört Taschen – von Freitag bis O My Bag. Dazu kommen Wohnaccessoires, Spiele, Haarschmuck, Grußkarten, T-Shirts und regionale Spezialitäten wie die Wurst aus der historischen Regensburger Wurstkuchl.

Christian Plotzki kuratiert dieses Sortiment täglich neu. Über 300 Lieferanten werden laufend geprüft, ergänzt oder auch wieder aussortiert. Gute Artikel rücken in die Greifzone, schwächere Positionen werden verschoben oder über Aktionen abverkauft. Lagerflächen gibt es kaum, neue Ware wandert direkt aus dem Karton auf die Fläche – Erlebnis pro Quadratmeter statt reiner Warenpräsentation.

Erfolgsgeschichte mit der Günther Rid Stiftung

Dass Gumprecht heute als stabiler Concept Store gerade auch für den Fachhandel ein Best-Practice-Beispiel ist, hat viel mit kontinuierlicher Weiterbildung zu tun. Seit mehr als 20 Jahren nutzt Christian Plotzki die Angebote der Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel – von Betriebsthemen und Kennzahlen über Verkaufstrainings bis hin zu Seminaren wie „ShopFit for Future“, in denen neurowissenschaftlich begründete Verhaltensmuster am PoS vermittelt werden.

Die Rid Stiftung zeichnet Gumprecht in ihrer Reihe „Erfolgsgeschichten aus dem bayerischen Einzelhandel“ als Beispiel dafür aus, wie ein Händler mit klarer Positionierung, konsequenter Sortimentsarbeit und Mut zu Veränderungen seinen Weg geht – trotz Strukturwandel, Online-Konkurrenz und Pandemie-Erfahrungen.

Stationär erlebbar, digital sichtbar

Parallel zum stationären Geschäft baut Gumprecht seinen Onlineshop weiter aus, inzwischen sind dort tausende Artikel verfügbar. Eine Kooperation mit dem regionalen Marktplatzanbieter Atalanda soll die Sichtbarkeit zusätzlich erhöhen, Social Media – insbesondere Instagram – dient als Schaufenster in den Alltag des Concept Stores.

Das Jubiläumswochenende hat gezeigt: Wenn kuratierte Sortimente, starke Marken, regionale Partner und kreative Aktionen zusammenspielen, kann stationärer Handel vor Ort begeistern – und gleichzeitig als inspirierende Erfolgsgeschichte für die Branche dienen.