13.08.26 – Hitze in Deutschland

HDE: Mehr kühlende Maßnahmen für Innenstädte

Mehr als 30 °C drücken in vielen Städten die Lust auf den Einkaufsbummel. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert Kommunen zum Handeln auf – mit Grün, Wasser, Schatten und Trinkwasserspendern.

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Brunnen, Bäume und Grünflächen: Geht es nach dem Handelsverband Deutschland, sollten Städte und Kommunen mehr kühlende Maßnahmen in den Stadtzentren umsetzen. © superstock-AdobeStock

 

Temperaturen von mehr als 30 °C haben in den vergangenen Wochen vielerorts in Deutschland den Alltag geprägt. Für Innenstädte ist das mehr als ein Wetterthema: Nach Einschätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) sinken an hochsommerlichen Tagen die Kundenfrequenzen deutlich. Viele Menschen scheuten die Hitze, der Einkaufsbummel verliere an Reiz.

HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sieht eine Entwicklung, die sich mit dem Klimawandel verschärft. „Angesichts des Klimawandels werden die Hitzetage in unseren Innenstädten immer weiter zunehmen. Das nimmt den Einzelhandel an seinem Standort Nummer eins zunehmend in den Schwitzkasten“, sagt er. Gleichzeitig sei die wirtschaftliche Lage in vielen Stadtzentren ohnehin „alles andere als einfach“.

Was Kommunen tun sollen

Aus Sicht des Verbands braucht es vor allem Maßnahmen, die spürbar Abkühlung in die Zentren bringen. Der HDE nennt mehr Bäume und Grünflächen als zentrale Hebel. Auch offene Wasserflächen und Brunnen seien wichtig. Zusätzlich verweist der Verband auf Schatten spendende Sonnensegel, wie sie in südlichen Ländern zu finden sind, und regt an, ähnliche Modelle umzusetzen. Öffentliche Trinkwasserspender nennt der HDE ebenfalls als sinnvolle Anregung.

Damit solche Schritte nicht punktuell bleiben, richtet der Verband eine klare Forderung an Städte und Gemeinden: Kommunen müssten „dringend finanziell in die Lage versetzt werden“, flächendeckend für Abkühlung in Innenstädten zu sorgen.