11.08.26 – Halbjahresbilanz von Villeroy & Boch

Dining & Lifestyle als stabiler Umsatzanker

Trotz unsicherem Marktumfeld hält Villeroy & Boch an der Jahresprognose 2026 fest. Dining & Lifestyle erreicht 130 Mio. Euro Umsatz, das operative EBIT steigt auf 5 Mio. Euro. Insgesamt bewertet der Vorstand die wirtschaftliche Lage des Konzerns als „noch befriedigend“.

Villeroy---Boch-Mettlach-Fahnen-Copyright-Villeroy---Boch.jpg

Der Villeroy & Boch-Konzern steuert durch ein schwieriges Marktumfeld und bestätigt seine Jahresprognose 2026. © Villeroy & Boch

 

Im ersten Halbjahr 2026 setzt Villeroy & Boch konzernweit 635,8 Mio. Euro um. Das sind 12,4 % weniger als im Vorjahreszeitraum (725,8 Mio. Euro). Wechselkurs- sowie portfoliobereinigt beträgt der Rückgang 7,4 %. Parallel wächst der Auftragsbestand gegenüber dem Jahresende 2025 um 49,5 Mio. Euro auf 199,9 Mio. Euro.

Der Geschäftsbereich Dining & Lifestyle bleibt mit 130 Mio. Euro Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau (130,4 Mio. Euro). Währungsbereinigt ergibt sich ein leichtes Plus von 0,8 %. Der E-Commerce entwickelt sich dabei deutlich dynamischer und legt beim Umsatz um 16,1 % zu. Regionale Rückgänge in EMEA (-1,0 %) werden durch Zuwächse in APAC und Americas teilweise kompensiert. Auch die Ergebniskennzahl zeigt eine leichte Verbesserung: Das operative EBIT steigt auf 5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro).

„Das Ergebnis im Geschäftsbereich Dining & Lifestyle ist angesichts des herausfordernden Marktumfelds besonders erfreulich. Der Beitrag unserer erfolgreichen Neueinführungen und auch das starke E-Commerce-Wachstum zeigen, dass wir nah an den Bedürfnissen unserer Konsumentinnen sind“, kommentiert Dr. Peter Domma, Vorstand Dining & Lifestyle und Chief Digital Officer.

Jahresausblick: vorsichtige Planung

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt der Vorstand ein erwartetes operatives EBIT von 75 Mio. Euro. Nettoumsatz und operatives EBIT sollen auch im dritten Quartal 2026 deutlicher unter dem Vorjahr liegen, unter anderem wegen des strukturellen Effekts aus der Veräußerung des nordeuropäischen Geschäfts der Marken Gustavsberg und Vatette zum 1. Oktober 2025. Das Konzern-EBIT im ersten Halbjahr liegt bei 34,5 Mio. Euro nach 47,8 Mio. Euro im Vorjahr, das Konzernergebnis bei -6,8 Mio. Euro (Vorjahr: +13,8 Mio. Euro).

„Das wirtschaftliche Umfeld bleibt außergewöhnlich volatil. Wir gehen davon aus, dass sich die geopolitischen Spannungen auch im weiteren Jahresverlauf auf unser Geschäft auswirken werden und begegnen dieser Unsicherheit mit einer entsprechend vorsichtigen Planung. Der solide Auftragsbestand sowie die stabile Entwicklung im Bereich Dining & Lifestyle zeigen jedoch die grundsätzliche Stärke unseres Geschäfts“, so Finanzvorstand Dr. Markus Warncke.