28.05.26 – NIM Konsumklima powered by GfK
Einkommenserwartungen ziehen an
Nach Monaten sinkender Stimmung melden die NIM-Zahlen für Mai 2026 eine Erholung: Die Einkommenserwartungen steigen um 11,4 Punkte, die Sparneigung sinkt, die Anschaffungsneigung legt leicht zu.
Die aktuellen Ergebnisse des NIM Konsumklimas powered by GfK zeigen, dass die Verbraucherstimmung in diesem Monat nicht weiter nachgibt und sich stattdessen moderat um 3,3 Punkte erholt. Nichtsdestotrotz liegt der Indikator nach den Erwartungen der Verbraucher für Juni bei -29,8 Punkten (Vormonat revidiert: 33,1 Punkte) und damit weiterhin vergleichsweise niedrig.
Die Einkommenserwartungen, die sich mit Beginn des Irankrieges deutlich eingetrübt hatten, fallen aktuell merklich positiver aus als im April: Sie erholen sich in diesem Monat spürbar und liegen nun bei -13,0 Punkten. Dies ist ein Plus von 11,4 Punkten im Vergleich zum Vormonat. Insgesamt bleibt der Indikator im Vergleich zum Vor-Krisen-Niveau jedoch deutlich im pessimistischen Bereich.
Die Anschaffungsneigung bleibt trotz leichtem Anstieg weiter verhalten. Sie verbessert sich um 1,2 Punkte im Vergleich zum letzten Monat und liegt nun bei -13,2 Punkten. Der Indikator, der sich seit Längerem im Minus befindet, bleibt daher weiterhin eingetrübt.
Die Sparneigung sinkt erneut: Nach einem Rückgang um 2,2 Zähler steht sie nun bei einem Wert von 13,9 Punkten. Laut NIM ist dies der dritte Rückgang in Folge – im langfristigen Vergleich sei der Wert aber nach wie vor sehr hoch, allerdings etwas niedriger als noch zu Beginn des Jahres.
Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM, fasst die Entwicklung zusammen: „Die Verbraucherstimmung beendet, zumindest für den Moment, ihren Sinkflug und erholt sich in diesem Monat wieder etwas. Neben den deutlich verbesserten Einkommensaussichten stützen eine rückläufige Sparneigung sowie eine leicht zunehmende Anschaffungsneigung derzeit das Konsumklima. Die Belastungen durch den Konflikt im Nahen Osten bleiben aber in der Grundtendenz bestehen und sind im Konsumklima weiterhin sichtbar.“
Keine weitere Abschwächung bei Konjunkturerwartungen
Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher verbessern sich in diesem Monat ebenfalls leicht (um 2,5 Zähler auf -11,2 Punkte). Allerdings rechne die Mehrheit der Verbraucher weiterhin mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden zwölf Monaten. Vor dem Hintergrund der zuletzt mehrfach nach unten angepassten Wachstumsprognosen könne es jedoch als positives Signal gewertet werden, dass sich die Konjunkturerwartungen erholt haben. Dies dürfte laut NIM im Kontext der deutlich gestiegenen Einkommenserwartungen stehen.
Gleichzeitig lassen auch die Inflationssorgen nach: Zwar gingen die Verbraucher mehrheitlich davon aus, dass die Preise in den nächsten zwölf Monaten steigen werden, aber auch hier sei der Indikator zuletzt gefallen. Im Vergleich zum Vormonat geht er um 5,4 Punkte zurück und weist einen Stand von -0,4 Punkten aus.



