31.03.26 – NIM Konsumklima powered by GfK
Iran-Krieg drückt auf Verbraucherstimmung
Der Indikator des Konsumklimas vom Nürnberger Instituts für Marktentscheidungen (NIM) sinkt den Erwartungen der Verbraucher nach für April 2026 im Vergleich zum Vormonat. Während das Institut bei Anschaffungs- und Sparneigung in diesem Monat keine starken Effekte erwartet, trüben sich die Einkommenserwartungen infolge der Inflationsängste allerdings spürbar ein.
Laut dem Konsumklima des NIM gehen die Einkommenserwartungen der Verbraucher, die seit Beginn des Jahres wieder im Plus lagen, im April 2026 stark zurück. Das Institut erklärt diese Entwicklung einerseits damit, dass sich die Konjunkturerwartungen deutlich eintrüben: Ein schlechterer Wert wurde zuletzt im Dezember 2022 gemessen. Andererseits führen die gestiegenen Energiepreise zu Inflationsängsten in der Bevölkerung, was die Preiserwartungen massiv steigen lässt. Die Anschaffungsneigung bleibt davon aktuell weitestgehend unberührt und auch die Sparneigung, die im Februar einen neuen Höchststand seit 2008 erreichte, stabilisiert sich auf sehr hohem Niveau. Eine parallel zum Konsumklima durchgeführte Studie des NIM zeigt, dass die generelle Verunsicherung der Verbraucher durch den Iran-Krieg weiter zunimmt. Über 90 % der Befragten, so das Institut, die eine wesentliche Verschlechterung ihrer Einkommenssituation erwarten, gehen davon aus, dass die Welt in den kommenden Jahren infolge des Krieges unsicherer wird.
Die schlechten Konsumaussichten der Verbraucher wirken sich aus. So prognostiziert der Handelsverband Deutschland (HDE), dass der Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2026 etwa 4900 Geschäfte verlieren wird – bei dieser Zahl sind die Neueröffnungen bereits eingerechnet – und warnt vor den dramatischen Folgen für viele Innenstädte. Bis zum Ende des Jahres, so der Verband, wird es in Deutschland voraussichtlich noch 296.600 Geschäfte geben. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es deutschlandweit noch 366.800.



