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28.05.19 – VKI-Jahresversammlung

Porzellan im Minustrend

Zwar weist der Verband der Feinkeramischen Industrie moderate Zuwächse aus, diese begründen sich jedoch im Plus für den Bereich Technische Keramik.

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Ein Umsatzminus von 3,7 % verzeichnete die Porzellanindustrie inklusive Manufakturen im vergangenen Jahr. © Fürstenberg

 

Insgesamt haben die Branchen der feinkeramischen Industrie – die VKI-Statistik berücksichtigt hierbei neben dem Bereich Porzellanindustrie Manufakturen sowie Porzellanindustrie mit Manufakturen auch die Technische Keramik sowie die Ofenkachelindustrie – im vergangenen Jahr 2018 einen Umsatzzuwachs von 4,7 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, die Zahl der Beschäftigten wuchs um 1,2 % von 10.466 auf 10.591.

Zurückzuführen ist das Umsatzplus auf die positive Entwicklung des Segments Technische Keramik, welches im vergangenen Jahr 8,5 % mehr Umsatz als noch 2017 generierte. Anders sieht es hingegen bei der Ofenkachelindustrie (-3,7 %) und auch bei der Porzellanverarbeitung aus: Die Porzellanindustrie musste einen Umsatzrückgang von 4,4 % verschmerzen, Manufakturen ein Minus von 0,4 %, insgesamt beläuft sich der Rückgang auf 3,7 % beim Umsatz und 1,2 % bei den Beschäftigten.

Der neu gewählte VKI-Vorsitzende Joachim Heym sieht die Bundesregierung in der Pflicht, der Wirtschafts- und Industriepolitik wieder mehr Priorität einzuräumen. Überdurchschnittliche Steuerlasten, Spitzenwerte bei den Lohnzusatzkosten bei gleichzeitig höchsten Energiekosten im internationalen Vergleich gefährdeten, so Heym, massiv die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Da eine starke Industrie für den Wohlstand in Deutschland von zentraler Bedeutung sei, sei es politisch fahrlässig, hier die Rahmenbedingungen immer weiter zu verschlechtern.

Als Ehrengäste nahmen die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier sowie der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Prof. Dieter Kempf, an der Veranstaltung teil.