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20.10.14 – Vor Ort

Händler mit Leib und Seele

Was bedeutet es, Händler zu sein?

Wir möchten es genau wissen und arbeiten deshalb in unserer neuen Rubrik „Handelspraktikant“ einen Tag lang im Fachgeschäft mit. Unsere Redakteurin Katja Keienburg packte bei Bessey & Flammer in Bühl mit an.

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Insgesamt 480 m² Fläche umfassen die drei Stockwerke, die an diesem Tag von neun Mitarbeitern betreut werden. „Unser Personal ist so geschult, dass es jede Kundenanfrage beantworten kann. Entweder man hilft dem Kunden direkt oder leitet ihn freundlich an einen Kollegen weiter, der sich in einem bestimmten Bereich besser auskennt“, erklärt Christoph Engelhardt. Um mir möglichst viele Marken, Produkte und Themen einzuprägen, führt er mich zunächst im Geschäft herum, das er seit 1994 mit seiner Frau Sibylle leitet und vor zwei Jahren nach Feng-Shui-Richtlinien umgebaut hat.

Serviceleistungen inklusive

Meine erste Aufgabe wartet im Obergeschoss: Hier bereiten Erika Fuß und Sandra Beik, die gerade ihre Ausbildung bei Bessey & Flammer abgeschlossen hat, eine Porzellantauschaktion vor. „Wichtig ist, dass wir beim Kauf eines neuen Porzellanteils für jedes zurückgebrachte Stück zwei Euro vergüten“, erläutert Sandra Beik. Gleichzeitig muss ein Kunde sofort erkennen, wie viel Geld er während der Tauschaktion spart. Nachdem wir uns einig sind, ändere ich die Texte in den Vorlagen und die beiden Damen sortieren sie dem passenden Service zu. Gesagt, getan, werde ich schon in der Elektroabteilung gebraucht: Hier steht die Prüfung neu eingetroffener KitchenAid-Küchenmaschinen an. Dieser Service ist für Bessey & Flammer selbstverständlich, denn bei einem Verkaufspreis von über 600 Euro muss die Qualität stimmen. Als ich gerade dabei bin, „mein“ erstes Gerät zu inspizieren, kommt der Chef und bittet mich in die Haushalts- und Glasabteilung.

Mit Begeisterung verkaufen

Im Erdgeschoss empfängt mich Elke Egloff vor einem leeren Regal: „Hinter dieser Wand befindet sich der einzige Zugang zu unserem Schaufenster. Deshalb müssen wir etwa alle fünf bis sechs Wochen alle Gläser aus dem Regal holen, damit unser Dekorateur die Fenster neu gestalten kann.“ Mit einem nassen Ledertuch übernehme ich die Vorwäsche, Elke Egloff poliert anschließend jedes einzelne Glas auf Hochglanz. Dabei erklärt mir die langjährige Mitarbeiterin nicht nur die Unterschiede zwischen den einzelnen Leonardo- und Schott Zwiesel-Serien, sondern erzählt mir auch von den Umbrüchen im Handel. Nachdem alle Gläser wieder an Ort und Stelle stehen, gehe ich zurück zu Yasemin Güney, um ihr mit den KitchenAid-Maschinen zu helfen. Zu diesem Zeitpunkt weiß ich noch nicht, dass wir von fünf getesteten Geräten vier finden werden, die entweder einen kleinen Lackschaden haben oder im wahrsten Sinne des Wortes „nicht ganz rund laufen“. „In diesem Fall schaut sich unser Chef nochmal alles persönlich an und entscheidet dann, was wir tun“, erklärt die Auszubildende.

Nur als Team erfolgreich

Mittlerweile ist es schon 17.30 Uhr und somit Zeit für mich, bei den letzten Vorbereitungen für den heutigen Pfannen-Workshop zu helfen. 14 Gäste haben sich angemeldet, um zu erfahren, für welches Gericht man am besten welche Pfanne verwendet. Sibylle und Christoph Engelhardt bereiten in unterschiedlichen Modellen Fleisch, Bratkartoffeln, Spiegeleier und Pfannkuchen zu.

Worauf man bei den verschiedenen Gerichten achten sollte und wie das Fazit unserer Redakteurin ausfällt, lesen Sie in der Oktoberausgabe von stil & markt. Auf unserer Startseite können Sie Ihr kostenloses Probeexemplar anfordern - weitere Informationen zum Abo finden Sie hier.