09.02.26 – GPK Handelsverband Koch- und Tischkultur
Branche verzeichnet stabiles Ergebnis
Die Umsätze der Branche rund um Tisch und Küche bewegten sich 2025 nahezu auf Vorjahresniveau. Anlässlich der Ambiente 2026 legte der GPK Handelsverband Koch- und Tischkultur entsprechende Zahlen vor.
Trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen zeigt die Branche rund um Tisch und Küche mit fast 6 Mrd. Euro Umsatz 2025 eine hohe Marktstabilität. Einen wichtigen Anteil daran hat der Facheinzelhandel, dessen Bedeutung als Distributionskanal seit Jahren nahezu unverändert ist. Erklärtes Ziel des Handelsverbands Koch- und Tischkultur ist es, die Zusammenarbeit zwischen Handel und Lieferanten weiter zu intensivieren, um gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.
Die Entwicklungen in den Teilbereichen
Im Kontext der gesamtwirtschaftlichen Lage kann die Branche rund um Tisch und Küche ein erfreulich stabiles Ergebnis vermelden. Nach Berechnungen des Instituts für Handelsforschung in Köln (IfH) wurde mit 5,99 Mrd. Euro Bruttoumsatz das Ergebnis des Vorjahres nur ganz knapp verfehlt. Dies entspricht einem marginalen Minus von 0,2 %. Auch in den Teilmärkten spiegelt sich diese Entwicklung wider. Der mengenmäßig größte Bereich „Cucina“ mit einem Marktvolumen von 3,19 Mrd. Euro weist gegenüber dem Vorjahr eben dieses leichte Minus von 0,2 % aus. Im Vorjahr betrug der Umsatz mit Küchenausstattung, Koch-, Brat- und Backgeschirr 3,20 Mrd. Euro. Das Segment „Tavola“ – Tafelgeschirr, Bestecke und Gläser – verzeichnete für 2025 einen moderaten Rückgang von 1,67 auf 1,64 Mrd. Euro Umsatz. Dies bedeutet ein Minus von 1,4 %.
Positive Zahlen weist wie schon im Vorjahr der Teilbereich „Domus“ aus. Das Geschäft mit Wohnaccessoires, Dekoration und Geschenkartikeln konnte um 1,3 % auf 1,14 Mrd. Euro (2024: 1,13 Mrd. Euro) zulegen. Ein Umsatzplus kann auch der Gesamtmarkt der Elektro-Kleingeräte ausweisen, von denen jedoch nur ein Teil der Küchen- und Haushaltswarenbranche zugerechnet wird. Laut Hemix (Home Electronics Market Index) wurde in den ersten drei Quartalen 2025 ein Umsatz von 5,07 Mrd. Euro erwirtschaftet, nach 4,98 Mrd. Euro im Jahr 2024. Dies entspricht einem Plus von 1,9 %.
Ebenso stabil wie der Gesamtumsatz der Branche stellen sich die Zahlen zur Distribution im GPK/Hausrat-Bereich dar. Hier gab es nur geringfügige Verschiebungen. Wie in den Vorjahren werden rund 27 % des Branchenumsatzes in Fachgeschäften getätigt. „Es stimmt uns positiv, dass die Kunden die Produkte rund um Tisch und Küche sowie Wohnaccessoires nach wie vor gerne im Fachgeschäft kaufen. Seit vielen Jahren ist der prozentuale Anteil des Fachhandels nahezu unverändert. Die Internetspezialisten nehmen dem GPK Fachhandel weiterhin keine Marktanteile ab, im Gegensatz zu anderen Branchen. Dies spricht für die Stärke des inhabergeführten Fachhandels und gibt uns Vertrauen für die Zukunft“, so Michael Berz, Präsident des Handelsverbandes Koch- und Tischkultur.
Dem Fachhandel folgen mit weitem Abstand die Internetspezialisten mit 11 %, der Möbelhandel mit 10 %, Lebensmittelhandel und Discounter mit 9 %, Kauf- und Warenhäuser mit 6 % sowie SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte ebenfalls mit 6 %.
Aussichten für 2026
Dem GPK Handelsverband Koch- und Tischkultur zufolge gibt es viele Faktoren, die darauf hindeuten, dass auch 2026 ein äußerst anspruchsvolles Jahr für den Facheinzelhandel wird. Dazu gehören die tief sitzende Verunsicherung der Verbraucher, die zunehmende Konkurrenz durch chinesische Plattformen wie Temu oder Shein sowie der Verlust weiterer Fachhandels-Verkaufsstellen wegen fehlender Nachfolger oder unzureichender Wirtschaftlichkeit. „Unsere dringendsten Forderungen an die politisch Verantwortlichen lauten nach wie vor Bürokratieabbau, steuerliche Entlastungen sowie gezielte Förderprogramme für Digitalisierung und KI-Pilotprojekte im Handel. Nur dann kann sich der Fachhandel zukunftsfit aufstellen und nachhaltig ertragreich wirtschaften“, so Christian Haeser, Geschäftsführer des Handelsverbandes Wohnen und Büro.
Auf der anderen Seite gibt es dem Verband zufolge auch Indizien, die Hoffnung machen: Eine NIQ-Studie (Nielsen IQ) hat errechnet, dass die Kaufkraft der Deutschen 2026 um 5 % steigt.



