06.02.26 – Preisverleihung anlässlich der Ambiente 2026
Negativpreis „Plagiarius“: Innovationsklau im Fokus
Die Aktion Plagiarius hat am heutigen Freitag anlässlich der Ambiente 2026 zum 50. Mal ihren Negativpreis „Plagiarius“ an Hersteller und Händler besonders dreister Plagiate und Fälschungen verliehen. Erfahren Sie mehr zu den Preisträgern und Hintergründen.
Ziel der von Professor Rido Busse ins Leben gerufenen Aktion Plagiarius war und ist es, Bewusstsein für den Wert geistigen Eigentums zu schaffen und die Innovationskraft von Unternehmen und Kreativen zu stärken. Dafür rückt sie die skrupellosen Geschäftsmethoden von Fälschern ins öffentliche Bewusstsein und sensibilisiert Industrie, Politik und Verbraucher praxisnah für die Problematik. Anhand der Plagiatsfälle betroffener Firmen beleuchtet der Verein Schäden, Risiken und Hintergründe sowie unterschiedliche Facetten von Produkt- und Markenpiraterie.
Trophäe des Schmähpreises ist ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase. Letztere symbolisiert die immensen Profite, die ideenlose Nachahmer auf Kosten von Kreativwirtschaft und Industrie erzielen.
Die Jury vergab dieses Mal drei Hauptpreise, zwei neu ins Leben gerufene Sonderpreise und fünf gleichrangige Auszeichnungen. Aus unserer Branche ging der Negativpreis gleich zweimal an Produkte der Firma Koziol:
Sonderpreis „Plagiats-Tsunami“:
Besteck-Sets „Klikk“ und „Klikk Pocket“, Original: koziol »ideas for friends GmbH, Erbach, Deutschland
Plagiate (in Welle):
Vertrieb: Über alibaba.com, Betreiber: Alibaba.com Singapore E-Commerce Private Limited, Singapur
Anbieter: unzählige chinesische Hersteller und Händler
Auszeichnung:
Sektgläser „Cheers“ (mit Druck), Originale: koziol »ideas for friends GmbH, Erbach, Deutschland
Plagiate: Vertrieb: Norma Lebensmittelfilialbetrieb Stiftung & Co. KG, Nürnberg, Deutschland
Herstellung: Spanien
Das Museum Plagiarius in Solingen zeigt in seiner Ausstellung mehr als 350 Plagiarius-Preisträger, jeweils Original und Plagiat im direkten Vergleich. Die Preisträger 2026 sind ab 13. Februar 2026 zu sehen. Zu den Plagiaten von 1977 bis heute gehören neben klassischen Konsum- und Haushaltsartikeln auch Möbel, Werkzeuge, Sanitärprodukte, Spielzeug und vieles mehr.




