05.02.26 – Interview mit Nicolaus Gedat und Daniel Zander von nmedia
„Der zentrale Knotenpunkt für digitale Handelsprozesse“
Handel einfach automatisiert – das ist das Credo von nmedia. Im Interview mit stil & markt sprechen Gründer Nicolaus Gedat und Daniel Zander, Head of Operations & Product nmedia, über die Vorteile des nmedia.HUB und Trends in der Digitalisierung des Handels.
stil & markt: Wie hat sich nmedia seit der Gründung 1998 entwickelt und welches waren die wesentlichen Meilensteine in der Geschichte?
Nicolaus Gedat: Unser Ansatz hat sich nie verändert. Wir wollten von Anfang immer die aktuellsten Technologien nutzen, um die Prozesse bei den Marken und Handelspartnern aller Vertriebskanäle schneller, einfacher und profitabler zu machen. Die technologischen Meilensteine kann man dabei nicht an genauen Zeitpunkten festmachen. Es geht immer darum, wann die Teams der Marken und Händler die Technologien anwenden können, dürfen und wollen. Die Erreichung von strategischen Zielen, wie z. B. den Zeitpunkt der Vernetzung von mehr als 1000 Unternehmen im Jahr 2010, kann da genauer beziffert werden.
stil & markt: Die digitale Prozessautomatisierung ist ein zentraler Bestandteil Ihrer Services. Welche konkreten Vorteile bietet der nmedia.HUB den Marken und Handelspartnern im Alltag?
Daniel Zander: Der nmedia.HUB entlastet Marken und Handelspartner im Alltag, indem wir Datenströme aus ERP, PIM, Marktplätzen und Shops bündeln und automatisiert verarbeiten. So entfällt viel manuelle Arbeit. Marken pflegen Produktdaten und Bestände nur noch zentral an einer Stelle, Händler erhalten strukturierte und aktuelle Daten ohne Nacharbeit. Das verbessert die Datenqualität und beschleunigt Abläufe. Kurz gesagt: Wir machen komplexe Verbindungen einfach und reduzieren operative Aufwände.
stil & markt: Mit über 1 Mio. automatisierter Bestellungen allein im Jahr 2024 und fast 1000 Händlern, die den nmedia.HUB regelmäßig nutzen: Welche Herausforderungen haben Sie bei der Skalierung dieser Plattform gemeistert, und wie stellen Sie sicher, dass die Systeme auch in Zukunft mit dem Wachstum Schritt halten können?
Nicolaus Gedat: Die größte Herausforderung für uns ist immer die Integration unserer Services in die Prozesse der Marken und Händler. Dabei ist die Überzeugung der jeweiligen Teammitglieder der entscheidende Punkt. Die Technologie haben wir mit unsren mittlerweile 30 Spezialisten im Griff. Unser Vorteil ist, dass wir uns wirklich nur um unsere Plattform kümmern und keine Software anbieten. Durch diese klare Fokussierung und die ständige Weiterentwicklung unserer aktuellen und immer neuen Teammitglieder sind wir durchgehend up to date.
stil & markt: Sie betonen die zunehmende Vernetzung aller Vertriebskanäle, einschließlich Marktplätzen, PIM-Systemen und B2C-Shops. Wie gelingt es Ihnen, diese unterschiedlichen Systeme nahtlos miteinander zu verbinden?
Daniel Zander: Seit der Gründung von nmedia verfolgen wir ein klares Prinzip: Lieferanten verbinden ihr ERP-System nur einmal und wir übernehmen die automatische Weitergabe der Daten in alle relevanten Vertriebskanäle. Das funktioniert sowohl mit klassischem EDI als auch mit modernen API-Technologien, wie sie im B2C-Bereich genutzt werden. Durch die zentrale Zusammenführung und Aufbereitung dieser unterschiedlichen Formate schafft der nmedia.HUB nahtlose Integrationen. Unsere stabile Infrastruktur und langjährige Schnittstellenkompetenz sorgen dafür, dass alle Systeme reibungslos miteinander kommunizieren.
stil & markt: Welche Trends in der Digitalisierung des Handels und der Markenkommunikation sehen Sie für die kommenden Jahre? Wie wird nmedia darauf reagieren, um weiterhin eine zentrale Plattform in der Branche zu bleiben?
Daniel Zander: Wir sehen v. a. drei Trends: mehr Verkaufskanäle, steigende Anforderungen an Datenqualität und der Wunsch nach Echtzeit-Transparenz. Marken und Händler brauchen dafür zuverlässige, automatisierte Daten- und Prozessflüsse. Deshalb bauen wir den nmedia.HUB weiter als offene, API-basierte Plattform aus und stärken die intelligente Datenaufbereitung. Gleichzeitig schärfen wir unsere Rolle als moderner Middleware-Partner. So bleiben wir der zentrale Knotenpunkt für digitale Handelsprozesse.
Nicolaus Gedat: Um in den kommenden Jahren zentrale Plattform der Branche zu bleiben, setzen wir v. a. auf die enge Kommunikation mit unseren Marken und Handelspartnern. Dadurch erkennen wir früh, wohin sich Digitalisierung, Datenanforderungen und Verkaufskanäle entwickeln. Ergänzt durch klare Datenanalysen und ein Gespür für technologische Innovationen waren wir in den letzten Jahrzehnten immer ein Treiber neuer Lösungen – und werden diese Rolle auch weiterhin einnehmen.



