Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von technisch notwendigen Cookies einverstanden. Die Website verwendet außerdem Tracking Cookies, um die Nutzung durch Besucher besser zu verstehen und eine bessere Bedienbarkeit zu erreichen. Diese können Sie hier deaktivieren. Mehr dazu in unserer  Datenschutzerklärung.

27.09.18 – gia Global Honoree 2018

Tugó: Für Demokratie im Design

Schöne Einrichtung für jeden Geldbeutel bringt Tugó seit 15 Jahren unter die südamerikanische Bevölkerung. Die Pionierarbeit wurde nun mit der Auszeichnung als gia Global Honoree belohnt.

Gia-Global-Honoree-Tugo.jpg

Ein Revolutionär für Einrichtung: Tugó macht gutes Design in Kolumbien für Jedermann zugänglich. © Tugó

 
gia-Trophaeen.jpg

Für seine Arbeit konnte sich das Unternehmen in diesem Jahr den Titel als gia Global Honoree sichern. © www.HelloOA.com

 

Als eines von 27 Fachgeschäften aus 26 Ländern weltweit hatte sich Tugó aus Kolumbien in die Endrunde um den gia 2018 gespielt. Im Rahmen der International Home + Housewares Show vom 10. bis 13. März 2018 ernannte die Jury Tugó zum gia Global Honoree und damit zu einem der fünf besten Fachgeschäfte weltweit.

Unterstützt von Rodrigo Quintero Laverde, Präsident von Tugó, legten die Unternehmer Santigo de Angulo und Daniel Levy im Jahr 2002 den Grundstein. Mit zwölf Standorten und 350 Mitarbeitern gehört das Unternehmen inzwischen zu den Größen auf dem kolumbianischen Markt. Die meisten Standorte umfassen rund 2300 m², etwa 1400 m² davon dienen als Verkaufsfläche. Der Rest ist Lager, denn Tugó möchte gewährleisten, dass die Kunden „ihre“ Produkte direkt nach dem Kauf mitnehmen können. In den Regalgängen können Kunden auf iPads Produkte und Demonstrationen dazu ansehen. Bildschirme in den Verkaufsräumen zeigen Inhalte zu Tugó und seinen Marken. Außerdem gibt es in manchen Läden Touchscreens, die Kunden auf die Website von Tugó führen. Selbst die gia-Jury war beeindruckt vom technischen Know-how des Teams – und von dem „Online-Shop im Shop“, der in einem der Geschäfte geschaffen wurde und bald in allen Häusern verfügbar sein soll.

Etwas zurückgeben

Mit dem großflächigen Auftreten und seiner Internet-Affinität erinnert Tugó auf den ersten Blick stark an Ikea. Wie dort gibt es in den Geschäften Cafés, die Erfrischungsgetränke, Kaffee und frische Backwaren verkaufen. Auch die Verkaufsflächen sind ähnlich gestaltet: In klar zugeordneten und entsprechend gestylten „Räumen“ können Kunden die Produkte anfassen, ausprobieren, probesitzen und -liegen.

Bei all der Ähnlichkeit gibt es dennoch ein paar Faktoren, die Tugó von seiner „schwedischen Schwester“ unterscheiden. So legt der kolumbianische Fachhändler großen Wert auf ein personalisiertes, sinnliches Einkaufserlebnis für seine Kundschaft. Zudem möchte Tugó der Welt etwas zurückgeben, indem es das Gemeinwesen unterstützt. Dafür arbeitet das Unternehmen mit Stiftungen und Non-Profit-Organisationen zusammen, die zum Beispiel Menschen mit körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen unterstützen oder nachhaltige Projekte für eine gesunde Ernährung von Kindern entwickeln.

Einzigartig und provokativ

„Design sollte für jeden sein“, sagt Christian Morales, Marketing Manager von Tugó, „man sollte nicht reich sein müssen, um Designerstücke zu kaufen.“ Dieses simple Motto liegt dem gesamten Konzept des Unternehmens zugrunde. Auch Transparenz und Integrität spielen für die Mitarbeiter eine große Rolle. Um das Einkaufen zum Erlebnis zu machen, setzt Tugó auf Einzigartigkeit, Provokation und vor allem Emotion. In den U-förmigen Verkaufsräumen werden die Produkte nach Räumen geordnet und in realistischen Umgebungen zur Schau gestellt. Dabei bleibt die Breite des Geschäfts stets überschaubar, sodass Kunden der vorgegebenen Route folgen oder an einen Punkt zurückkehren können, ohne sich zu verirren.

Mit seinem Konzept hat Tugó es geschafft, den Handel in Südamerika zu revolutionieren – und sich den gia redlich verdient. Doch damit nicht genug: Mehr Awards, Vorträge und Reisen kündigt Visual Merchandising Manager Adriana Cano für die kommenden Jahre an. „Wir sind hungrig darauf, zu lernen und mehr zu wissen. [...] Es wird immer Ikea, Amazon oder andere Giganten geben. Aber wir entwickeln uns, während wir unserem Markt verbunden bleiben, und setzen unser Wachstum und die damit einhergehenden Innovationen weiter fort.“