17.04.26 – KI beim Bezahlen: Einschätzung von Billogram

Transparenz schafft Vertrauen

Laut einer Mastercard-Studie sind 39 % der Deutschen beim Einkaufen offen für KI-Agenten, unter den 30- bis 39-Jährigen sind es sogar 56 %. Diese Zahlen zitiert Jonas Suijkerbuijk, Gründer und CEO von Billogram. Sein Unternehmen will eine europäische Plattform für digitale Rechnungsstellung und Zahlungsmanagement schaffen und appelliert an Händler, vertrauensvolle Möglichkeiten zu schaffen.

Onlineshopping-Kartenzahlung-Copyright-stock-adobe-com-MD.jpeg

Um das Vertrauen von Nutzern beim Onlineshopping zu gewinnen, sollten intelligente Zahlungssysteme u. a. transparent sein. © stock.adobe.com/MD

 

Als CEO des schwedischen Unternehmens Billogram berichtet Jonas Suijkerbuijk von verschiedenen Studien, die sich mit der Akzeptanz von KI beim Einkaufen beschäftigten. Demnach gehören Rechnungsstellung, Zahlungsabwicklung und Mahnprozesse zu den konfliktanfälligsten Touchpoints der Customer Journey. Unklare Beträge, starre Fristen und mangelnde Transparenz verursachen Supportaufwand und Vertrauensverluste. Wenn autonome Systeme Kaufentscheidungen vorbereiten und ausführen, so der Experte, erwarten Kunden auch eine intelligente, kontextbasierte Zahlungsabwicklung. Bei vielen Unternehmen hinke die Organisation von Zahlungsprozessen allerdings hinterher. „Automatisierung in wiederkehrenden Zahlungsprozessen muss erklärbar, nachvollziehbar und kontrollierbar sein. Andernfalls entsteht Misstrauen statt Effizienz“, sagt Jonas Suijkerbuijk. „Wiederkehrende Zahlungsinteraktionen entwickeln sich von statischen Transaktionen zu interaktiven Service-Touchpoints.“ Sein Ziel ist es, Reibung zu reduzieren und gleichzeitig die Zahlungsstabilität zu erhöhen. Unternehmen, die ihre Rechnungs- und Zahlungsprozesse agentenfähig gestalten, so der Experte, senken dadurch langfristig operative Kosten und stabilisieren nachhaltig Cashflows.