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28.06.16 – Ö-Töne zum Brexit

„Gravierende Folgen“

Das meint Thomas Grothkopp, Geschäftsführer des Bundesverbandes für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur e. V. zum Thema Brexit.

Thomas Grothkopp

Thomas Grothkopp, Geschäftsführer des GPK-Bundesverbandes.

 

„Für die Einrichtungsbranche, die sehr europäisch aufgestellt ist, hat der Austritt Großbritanniens aus der EU gravierende Folgen. Wobei es sehr darauf ankommt, welchen Status Großbritannien in Bezug auf die Europäische Union einnehmen wird: einen wie Norwegen, den der Schweiz oder einen wie alle übrigen Staaten der Welt.

Lebensstile, Designs und Trends kennen allerdings keine Grenzen, auch nicht die, die die Mehrheit der Engländer und der Waliser nun errichten möchte. Die attraktive Vielfalt der Branche wird auch den Brexit überwinden. Wir wissen aber, dass ausnahmslos alle Unternehmen unserer Branche – auch in Großbritannien – einen offenen Waren- und Dienstleistungsaustausch innerhalb der EU inklusive Großbritannien wünschen.

Sucht man nach positiven Wirkungen des Referendums, so wäre es die Mahnung an Brüssel, es mit Regulierungen, Transferzahlungen nicht zu übertreiben. Als Beispiel sei das angestrebte Verbot des Geoblockings genannt, wonach jeder – auch noch so kleine Händler – gezwungen wird, zu einheitlichen Konditionen in alle Staaten der EU zu liefern.

Damit werden ausschließlich europäisch aufgestellte Versender wie Amazon bevorzugt, kleine Händler jedoch vom Internetvertrieb ausgeschlossen. Zur Verdeutlichung: Wie sollen kleine Anbieter elektrisch betriebene Produkte verkaufen, wenn sie in jedem einzelnen EU-Staat eine Zulassung für die Rücknahme von Elektro- und Elektronik-Altgeräte vorweisen müssen?“