19.02.26 – Neuer Branchenindex zu Konsumgütersegmenten
Globale Zölle im Fokus
Eine gemeinsame Studie von IFH Köln und Messe Frankfurt zeigt: US-Unternehmen leiden am stärksten unter internationalen Handelszöllen. Der neue Branchenindex beleuchtet die wirtschaftlichen Folgen für die Konsumgüterindustrie weltweit.
Das IFH Köln und die Messe Frankfurt haben einen globalen Branchenindex vorgestellt, der die Auswirkungen von Zöllen und Handelshemmnissen auf verschiedene Konsumgütersegmente untersucht. Grundlage sind Befragungen von Unternehmen aus Nordamerika, Europa und Asien. Ziel der Analyse ist es, wirtschaftliche Trends und Herausforderungen im internationalen Handel sichtbar zu machen.
Die erste Erhebung zeigt: Die Stimmungslage ist durchwachsen. Politische Unsicherheiten, Preisdruck und schwache Wachstumsimpulse stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Während Asien und die USA vergleichsweise dynamisch in die Zukunft blicken, zeigt sich Europa abwartender. Insgesamt wird die eigene Geschäftslage zuversichtlicher bewertet als die der gesamten Branchen. Durchgängig wird weniger Regulierung gefordert.
US-Unternehmen besonders betroffen
Laut Index sehen sich vor allem US-Unternehmen durch Zölle und Handelsbarrieren in ihrer Geschäftsentwicklung eingeschränkt. In Europa und Asien sind die Effekte zwar ebenfalls spürbar, fallen aber weniger stark aus. Besonders betroffen sind Hersteller, die auf internationale Lieferketten angewiesen sind oder in mehreren Märkten gleichzeitig agieren.
Zölle führen zu steigenden Produktionskosten und beeinflussen die Preisgestaltung vieler Konsumgüter. Unternehmen reagieren mit Anpassungen ihrer Lieferketten, Preismodelle oder Produktionsstandorte. Der Index liefert damit wertvolle Hinweise auf aktuelle Entwicklungen und strukturelle Veränderungen in der Branche.
Orientierung für Industrie und Handel
Mit dem neuen Branchenindex bieten IFH Köln und Messe Frankfurt Entscheidern aus Industrie und Handel eine fundierte Grundlage, um Risiken besser einzuschätzen und Strategien an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Die internationale Vergleichbarkeit der Daten ermöglicht es, regionale Unterschiede und branchenspezifische Entwicklungen klar zu erkennen.
Die Untersuchung zeigt, dass Handelszölle und geopolitische Spannungen weiterhin zu den zentralen Herausforderungen der globalen Konsumgüterindustrie zählen. Unternehmen, die frühzeitig auf diese Veränderungen reagieren, können ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.



