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01.04.16

Gebühren für Plastiktüten

Der für 1. April geplante Start einer Gebühr für Plastiktüten verzögert sich. Fest steht aber: Verbraucher müssen künftig vermehrt für Kunststofftüten zahlen.

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Kampf gegen den Plastikmüll: Schon jetzt verlangen einige Händler eine Gebühr für Kunststofftüten.

 

Hintergrund der Gebühren für Kunststofftüten ist eine Vereinbarung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) und des Bundesumweltministeriums, die wiederum auf den Vorgaben einer EU-Richtlinie basiert. Demnach muss der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastiktüten in den EU-Mitgliedsstaaten bis 2019 auf 90 Tüten und bis 2025 auf 40 reduziert werden. Laut HDE liegt Deutschland aktuell bei jährlich 71 Tüten je Einwohner.

„Aktuell haben uns ca. 150 Unternehmen signalisiert, dass sie sich der Vereinbarung anschließen würden“, erklärte Stefan Hertel, Referent Presse und Kommunikation beim HDE, auf Anfrage von stil & markt. „Damit wären ca. 60 % der Tüten erfasst, die der Einzelhandel vertreibt. Die Vereinbarung sieht vor, dass innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten 80 % aller Kunststofftüten nicht mehr kostenlos abgegeben werden.“ Zwar verzögere sich der Starttermin nun; man sei jedoch optimistisch, dass es „zeitnah“ losgehen könne.

Dass sie möglicherweise künftig des Öfteren zur Kasse gebeten werden, wenn sie eine Plastiktüte verlangen, nehmen die Verbraucher übrigens gelassen. Denn laut einer aktuellen Studie von YouGov benutzt kaum jemand beim Einkauf eine Plastiktüte. Stattdessen greifen zwei Drittel der Deutschen auf einen Korb, einen Rucksack oder eine Stofftasche zurück. Hier geht es zu den ausführlichen Ergebnissen der YouGov-Studie.