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27.07.15 – Designgeschichten: „PiepEi“

Die Geschichte der singenden Eieruhr

Sie heißen Detlef, Schantall und Hartmut – die ersten „PiepEi“-Modelle von Dr. Rupprecht Gabriel. Hier stellen wir die witzige Erfindung vor.

PiepEi

Das „PiepEi” (hier der Klassiker „Hartmut”) ist die einzige Eieruhr, die mit ins Kochwasser gegeben wird.

 
PiepEi Grün

Ganz neu im Brainstream-Nest ist das „Gute Laune-PiepEi” in frischem Grün.

 

Die westfälischen Hühner waren zur Jahrtausendwende mit ziemlicher Sicherheit gut beschäftigt, die westfälischen Hühnerhalter waren erfreut und die Ehefrau von Dr. Rupprecht Gabriel war genervt. Ihr Mann hatte sich in den Kopf gesetzt, ein Produkt zu entwickeln, mit dessen Hilfe Eier perfekt auf den Punkt gekocht werden – und das dabei auch noch Spaß machen sollte.

Das bedeutete: Der umtriebige Elektroingenieur bohrte in der heimischen Küche Hunderte von Eiern an, führte Temperaturfühler in die Öffnung ein und maß ihren Garpunkt. Das Ergebnis waren haufenweise Daten, die in Gabriels Berechnungen einflossen, und haufenweise testgekochte Eier, die verspeist werden wollten. Gut eineinhalb Jahre tüftelte der Erfinder, lötete Prototypen zusammen, bis seine Eieruhr alles konnte, was er von ihr erwartete. Sie musste kochendes Wasser aushalten und sie musste singen, wenn die Eier den gewünschten Härtegrad erreicht hatten.

2001 war es soweit. Das erste „PiepEi” wurde vorgestellt. Und damit, wie Gabriel stolz betont, die einzige Eieruhr, die nach einem thermischen Prinzip funktioniert und akustisch verkündet, wenn das Ei fertig ist. Genau genommen waren es drei: „Detlef“ für die Weicheier, „Schantall” für die mittelweichen und „Hartmut” für die harten Eier. „Kaufen wollte die erstmal keiner”, erinnert sich Gabriel, „also haben wir die produzierten an die Presse geschickt.” Die Journalisten fanden die piependen Eier toll und berichteten eifrig: „Dann wollten sie plötzlich alle haben und wir hatten zu wenig.”

Eigentlich hatte der „Brutvater” (so nennt sich Gabriel selbst) vor, die Idee und die Entwicklung zu verkaufen. Da es an Interessenten fehlte, startete er ein PiepEi-genes Unternehmen, die Brainstream GmbH. Die singenden Eieruhren hatten schnell Erfolg und etablierten sich vor allem im Fachhandel gut, da man etwas dazu erzählen muss. Z.B., dass im Gegensatz zum Eierkocher alle Härtegrade gleichzeitig zubereitet werden können – und dass die Hühner in aller Welt dank dem „PiepEi” viel beschäftigt sind: Bislang wurden gut 3 Mio. singende Eieruhren rund um den Globus verkauft.