Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von technisch notwendigen Cookies einverstanden. Die Website verwendet außerdem Tracking Cookies, um die Nutzung durch Besucher besser zu verstehen und eine bessere Bedienbarkeit zu erreichen. Diese können Sie hier deaktivieren. Mehr dazu in unserer  Datenschutzerklärung.

25.05.15 – Designgeschichten

Die Geschichte der Mühle

In dieser Mühle stecken: bretonische Korsaren, ein lieber Großvater, die Düfte, die aus dem Bauch eines Gewürzschiffes aufsteigen, und ein technisch ausgereiftes Mahlwerk.

Mühle_Peugeot im Verlauf

Stufen einer Entwicklung: von der Designinspiration, der Peugeot-Mühle von 1870 (ganz links), über den Prototypen bis zum fertigen Produkt.

 
216aa0415sm.jpg

Als Hommage an die Pfeffersorten dieser Welt sieht Olivier Roellinger die Peugeot-Mühle, die seinen Namen trägt. Foto: sylvie amar studio

 

Letzteres stammt von Peugeot – und dem französischen Unternehmen ist es auch zu verdanken, dass Korsaren, Großvater und Schiff sich in der Mühle treffen konnten. Es fragte nämlich bei Olivier Roellinger an, ob er sich eine Zusammenarbeit vorstellen könne. Konnte er.

Der 59-Jährige, der in der Presse gerne der „Gewürzalchemist“ genannt wird, ist Koch, Gewürzhändler und ein Mensch, dem Erinnerungen wichtig sind. Eine seiner frühesten ist die an seinen Großvater, der mit einer Peugeot-Mühle Pfeffer mahlte. Die Olivier Roellinger-Mühle sollte deswegen ein bisschen so aussehen, als ob sie aus der Küche der Großeltern stammt. Die Pariser Designerin Sylvie Amar setzte diesen Wunsch in ein konkretes Design um: Die „Moulin épices d’Olivier Roellinger“, wie sie auf Französisch heißt, schaut aus wie eine klassische Kaffeemühle, ist aber nur 14 cm hoch. Wie das Vorbild, stattete Amar auch die neue Mühle mit einer kleinen Schublade aus, in der das Mahlgut gesammelt wird. Das hat den Vorteil, dass Pfeffer und andere Gewürze, während Speisen auf dem Herd köcheln, in aller Ruhe gemahlen und gezielt und schnell zugegeben werden können. Wird die Schublade entfernt, rieselt das Mahlgut direkt aufs Gericht.

Da Gewürze früher in Schiffen nach Europa kamen, wollten Koch und Designerin unbedingt eine maritime Note in die Mühle bringen. Deswegen erinnert die Kurbel in ihrer Form an eine Ankerwinde. Fehlt nur noch der Korsar. Der hieß Robert Surcouf, war Frankreichs berühmtester Freibeuter und soll einst in Roellingers Elternhaus im nordbretonischen Cancale gelebt haben. Er kaperte gerne Handelssegler, die Gewürze geladen hatten – der Duft, der bei jedem Mahlvorgang aus der Mühle aufsteigt, soll auch an ihn erinnern.

Das Produkt ...

... ist aus Buchenholz, das Mahlwerk aus Werkzeugstahl.

... wird in Schokoladenbraun und Rot jeweils in einer transparenten Geschenkkartonage angeboten.

... hat 25 Jahre Garantie.

Weitere Artikel zu: