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28.05.14 – Interview

Fissler: Treueaktionen, Fernsehwirkung und Trends

Warum für das Idar-Obersteiner Unternehmen mehr Bekanntheit bei Jüngeren besonders wichtig ist. Fissler-Geschäftsführer Markus H. Kepka gibt Antworten.

Markus H. Kepka

Markus H. Kepka

 
Fissler Original

Zum 40. Geburtstag der «original-profi collection®» hat Fissler die Handelspromotion «Das Original» entwickelt.

 

An gute Umsatzmeldungen von Fissler ist man gewöhnt. Schließlich legt das Idar-Obersteiner Unternehmen seit Jahren ein Plus nach dem anderen hin. 2013 fiel es sogar noch besser als erwartet aus. Wir sprachen mit Fissler-Geschäftsführer Markus H. Kepka über die Gründe dafür, über Treueaktionen im Lebensmittelhandel, Fernsehwirkungen und Mega-Trendprodukte.

Worauf führen Sie das Umsatzplus in Deutschland 2013 zurück? Ist es im Zusammenhang mit den Treue-Aktionen in Lebensmittelmärkten zu sehen?

Markus H. Kepka: Nein, weil wir deren Umsätze nicht in das Wachstum einfließen lassen, da sonst unsere Berichterstattung verfälscht würde. Unser Plus ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass wir gemeinsam mit unseren Handelspartnern am PoS sehr hochwertige Vermarktungskonzepte gestaltet haben. Nicht mit Streichpreisen, sondern mit Aktionen wie z.B. Kochvorführungen zu bestimmten Themen, die jetzt en vogue sind, wie Gesundheit oder Schnellkochen.

Ein weiterer großer Bestandteil unseres Erfolges sind unsere PR- und Marketingmaßnahmen. Gestartet waren wir zum einen im Februar mit «Fissler - For your Fantasy». Dann kam im 4. Quartal die Fernsehsendung «The Taste», die maßgeblich zu einem verstärkten Abverkauf im Fachhandel geführt hat.

Fissler fährt eine Premium-Strategie mit dem Fachhandel als Partner. Warum setzen Sie auch auf den Vertriebsweg Lebensmittelmärkte?

Markus H. Kepka: Die Konsumenten sind mit ihrer Kaufentscheidung nicht markenaffin, das weiß man. Insofern ist es absolut wichtig, dass wir die Markenbekanntheit von Fissler in den potenziellen Zielgruppen erhöhen. Wir führen solche Aktionen weniger als einmal im Jahr durch, also nur punktuell. Was wir immer zusätzlich machen, ist, dass wir zeitgleich dem Fachhandel ein Angebotspaket mit den Aktionsprodukten mit speziellen Preisen schnüren.

Wir bieten dem Fachhandel Sets für 159 oder 199 Euro UVP an, mit einer entsprechenden Promotion, sodass er das gut platzieren kann. Wir glauben, dass wir dadurch die Kunden, die bei einer Aktion einen Fissler-Topf gekauft haben, von Real oder Rewe weg zum Fachhandel bringen, sodass der für 159 Euro etwas verkaufen kann.

Zurück zu «The Taste». Was hat diese TV-Präsenz bewirkt?

Markus H. Kepka: Mir liegt gerade die abschließende Analyse vor. Wir haben zusätzlich zur TV-Präsenz eine 360-Grad-Kommunikation aufgebaut, d.h. «The Taste» wurde auf unserer Facebook-Seite gespielt, auf unserer Website wurde eine eigene Microsite eingerichtet und wir haben - und das ist ganz wichtig - «The Taste» mit einer Sonderplatzierung auch an den PoS gebracht.

Das Ziel war u.a. die Erhöhung der Markenbekanntheit bei einer jüngeren Zielgruppe. Die Damen ab 40 kennen Fissler, die jüngeren eher nicht. Das merke ich oft, wenn ich im Hotel auschecke und der jungen Rezeptionistin den Firmennamen buchstabieren muss. Dann weiß ich: Wir haben ein Problem. Mit SAT.1 ist es uns sehr, sehr gut gelungen, die Markenbekanntheit gerade bei den Frauen unter 39 signifikant zu steigern. Wir verzeichnen auch deutliche Umsatzzuwächse, allein im 4. Quartal von 18 %, und ich konnte - das kommt noch hinzu - tag-genau in unserem Online-Shop sehen, dass immer nach der Sendung die Bestellungen nach oben geschnellt sind.

Auch in den Social Media Kanälen wirkte sich das aus. Wir konnten innerhalb des letzten Jahres die «Likes» auf unserer Facebook-Seite verfünffachen, von 4000 auf über 20000.

www.fissler.de