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07.08.14 – Locafox im Interview

Suchmaschine für lokale Händler

Die Internetplattform Locafox verbindet Online- und Offline-Shopping miteinander: Nutzer haben dort die Möglichkeit, Produkte in ihrer Umgebung samt Preis, Verfügbarkeit und Standort zu suchen.

Wie inhabergeführte Geschäfte, aber auch landesweite Einzelhandelsketten davon profitieren können, erklärt einer der fünf Gründer und CMO, Fabian Friede, im stil & markt-Interview.

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Fabian Friede, CMO der Internetplattform Locafox

 

stil & markt: Seit wann ist Locafox online und wie hat sich die Plattform seither entwickelt ?

Fabian Friede: Wir sind seit 1. April 2014 mit unserer offenen Beta-Version online, das bedeutet: Wir befinden uns derzeit noch in einer Testphase. Deshalb sind auf der Seite bisher auch nur wenige Produkte und Händler sichtbar eingebunden. Ziel ist es, in den kommenden Monaten die Customer- und Retailer-Experience weiter zu verbessern, bevor Locafox beim Launch zum Ende dieses Jahres dann mit allen integrierten Händlern startet. Gleichzeitig arbeiten wir an «Kinderkrankheiten», wie z.B. der Filterfunktion. Zusätzlich wird sich das Design unserer Seite noch grundlegend verändern. Die Seite ist also noch nicht in ihrem «finalen Gewand», wir sind mit der Entwicklung bis dato aber sehr zufrieden. Wir freuen uns auf den offiziellen Launch.

stil & markt: Wie kam es zu der Idee für Locafox?

Fabian Friede: Locafox wurde im Juni 2013 gegründet. Alle fünf Gründer von Locafox - Karl Josef Seilern (CEO), Michael Wendt (CPO), Lukas Zels (CFO), Rob Morgan (CTO) und ich selbst (CMO) - waren ursprünglich im E-Commerce tätig, mussten im Laufe der Jahre jedoch feststellen, dass noch ca. 85 % des Umsatzes nicht online, sondern offline im stationären Einzelhandel gemacht wird. Eine Studie der GfK und Google lieferte dann den Anstoß zu Locafox: Mehr als ein Drittel der deutschen Verbraucher informieren sich online über Produkte, die sie dann anschließend im stationären Handel kaufen (ROPO).

Die Idee hinter Locafox: mit Locafox eine Online-Plattform bieten, auf der Kunden gesuchte Produkte finden, die sie anschließend im lokalen Einzelhandel in Geschäften in ihrer Nähe kaufen können. Die USPs sind dabei Instant Information und Instant Gratification: Locafox zeigt den Usern in Echtzeit an, welche Geschäfte in der Umgebung ihr Wunschprodukt verfügbar haben. Das ermöglicht den Kunden, sich über die Plattform über ein gesuchtes Produkt zu informieren, es in einem Geschäft in ihrer Nähe zu finden und über die Seite von Locafox zu reservieren. Gekauft wird dann vor Ort im Laden. Später ist auch Same-Day-Delivery möglich und man kann sich ausgesuchte Produkte noch am gleichen Tag liefern lassen. Hierfür arbeiten wir mit Partnern zusammen. Unsere Vision ist es, einen Service zu entwickeln, den jeder Verbraucher nutzen kann, um alles zu finden, was er kaufen möchte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir die Stärken der Online- und Offline-Welt miteinander verbinden, um den Kunden ein besseres Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Ein solches Modell, das dem Kunden Produkte und Produktdaten von lokalen Einzelhändlern in der Umgebung des Users in Echtzeit liefert und ihn dann weiter bis in den Laden begleitet (wie durch die Reservierungsfunktion) und so Kunden sowie dem stationären Einzelhandel einen echten Mehrwert bietet, gab es zuvor in der Form noch nicht.

stil & markt: Was muss ein Händler tun, der auf der Plattform seine Ware anbieten möchte?

Fabian Friede: Sich mit uns in Verbindung setzen. Als Minimalanforderung muss der Händler nur ein Warenwirtschaftssystem haben, in dem die Bestände seiner Waren tagesaktuell erfasst sind - mehr nicht.

stil & markt: Welche Kosten entstehen für Händler und wie hoch ist der Zeitaufwand?

Fabian Friede: Die Integration auf Locafox.de ist für Einzelhändler komplett kostenlos, ebenso ist die Plattform für den Endkunden kostenlos nutzbar. Wir arbeiten mit einem Kommissionsmodell: Wir finden es fair, wenn ein Händler nur dann etwas zahlt, wenn er über uns auch Kundschaft bekommen hat. Ebenso versuchen wir, den Aufwand vom Händler fern- und bei Locafox zu halten. Unser Ansatz ist: so einfach wie möglich für den Händler. Daher haben wir ein System gebaut, das die Daten der Händler so annimmt, wie sie kommen. Das heißt, solange es nicht handgeschrieben auf Karopapier kommt, kann Locafox es verarbeiten. In Ausnahmefällen geht das aber sogar auch.

stil & markt: Was tun Sie, um Locafox bei den Endverbrauchern bekannt zu machen?

Fabian Friede: Unser Marketing-Team entwickelt Strategien für die unterschiedlichen Kanäle. Neben Werbekampagnen, u.a. in TV und Print, und Kooperationen mit verschiedenen Medienpartnern setzen wir vor allem auf SEO (Suchmaschinenoptimierung) und SEM (Suchmaschinenmarketing). Was früher das Branchenbuch war, ist heute das Internet: Nach einer Studie von Google und der GfK informieren sich 38 % der deutschen Verbraucher zunächst im Netz über ein Produkt, das sie nachweislich anschließend im lokalen Einzelhandel kaufen. Durch Local-Commerce-Marktplätze wie dem unseren haben lokale Händler die Chance, auf sich aufmerksam zu machen und mögliche Online-Kunden zu sich ins Geschäft zu holen.