09.06.26 – Aus dem Handelsverband Koch- und Tischkultur
„Ehrenamt für die Branche – weshalb es sich lohnt“
Gemeinsam mit dem Handelsverband Koch- und Tischkultur blickt stil & markt regelmäßig auf wichtige Themen der Branche. Dieses Mal meldet sich Präsidiumsmitglied Maximilian Schreiner in unserer Kolumne zu Wort:
„Zeit ist im Handel eine der knappsten Ressourcen. Zwischen Kunden, Team, Sortiment, wirtschaftlichen Kennzahlen und den üblichen täglichen Überraschungen bleibt wenig Raum für ‚Extras‘. Umso häufiger werde ich gefragt, warum ich mich ehrenamtlich im Verband engagiere.
Die Antwort ist ganz einfach: So wie mir die Entwicklung des Einzelhandels in meiner Stadt Regensburg am Herzen liegt, ist es mir ebenso wichtig, unsere Branche auch überregional aktiv mitzugestalten. Der Blickwinkel spielt dabei eine entscheidende Rolle, man betrachtet die Branche ganzheitlich.
Der Fachhandel für Tisch- und Kochkultur lebt von Leidenschaft, persönlicher Beratung und der Liebe zum Detail. Vor allem aber lebt er von den Menschen hinter den Geschäften und Marken. Doch genau diese Stärken geraten zunehmend unter Druck. Viele der Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, lassen sich nicht mehr allein bewältigen. Verändertes Konsumverhalten, Digitalisierung, sinkende Frequenzen in den Innenstädten oder politische Rahmenbedingungen – sie betreffen uns alle.
Gerade deshalb ist der Austausch innerhalb der Branche so wertvoll. Der Dialog zwischen Händlern, Lieferanten und weiteren Akteuren, etwa Messegesellschaften, eröffnet neue Perspektiven, stärkt Netzwerke und fördert das Gefühl von Zusammenhalt.
Gemeinsam erarbeitete Positionen im Verband verleihen unserer Branche Gewicht – gerade in einer Zeit, in der der Handel gefühlt im Monatsrhythmus vor neuen Herausforderungen steht. Für mich ist die Mitarbeit im Verband deshalb keine Zusatzaufgabe, sondern eine sinnvolle Ergänzung meiner unternehmerischen Tätigkeit, die den eigenen Horizont erweitert.
Ich kann nur dazu ermutigen, sich aktiv einzubringen – sei es durch Fragen und Anregungen, in Arbeitskreisen oder im Austausch auf Branchentagungen. Denn am Ende entscheidet nicht der Einzelne über die Zukunft des Fachhandels, sondern das, was wir gemeinsam daraus machen.“



