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20.04.18 – Weimar Porzellan

Insolvenzantrag gestellt

Die Weimar Porzellanmanufaktur – Teil der Könitz Gruppe – hat am gestrigen Donnerstag Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

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Die Weimar Porzellanmanufaktur mit Sitz im thüringischen Blankenhain hat gestern Insolvenzantrag gestellt. © Weimar Porzellan

 

Aktuell beschäftigt Weimar Porzellan am Standort Blankenhain 64 Mitarbeiter, so Julia Buzási, Leiterin Unternehmenskommunikation der Könitz-Gruppe. Wie sich die Situation auf die Belegschaft auswirkt, könne man im Moment noch nicht absehen: „Wir versuchen natürlich unser Bestes, letztendlich entscheidet jetzt aber jemand anderes”, so Buzási. Das traditionsreiche Unternehmen blickt auf eine 225-jährige Geschichte zurück, in der es sich vielfach den wechselnden Markt- und Rahmenbedingungen anpassen musste. Mit seinen klassischen Sortimenten war die Weimar Porzellanmanufaktur bis vor zwei Jahren insbesondere in den osteuropäischen Märkten bekannt.

Aufgrund der unsicheren politischen und finanziellen Lage dort sei die Restrukturierung des Werkes sowie die Überarbeitung der Marken- und Sortimentsstrategie notwendig und auch vollzogen worden, um das Unternehmen für den westeuropäischen Markt zu öffnen, teilt das Unternehmen schriftlich mit. Allerdings seien in den letzten Monaten die Märkte, v. a. Russland, weiter eingebrochen; neue Produkte konnten sich noch nicht stark genug etablieren, um den Umsatzrückgang abzufangen. Die Könitz Porzellan GmbH selbst sei aufgrund strittiger Zollforderungen nicht in der Lage, weitere Mittel bereitzustellen. Daher erfolgte gestern der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Erfurt.