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19.08.14 – Online-Shop des Monats

Ein Konzept mit Herz

Carmen Brantzen hatte einen Traum: schöne Dinge zu verkaufen, in die sie sich selbst auf Anhieb verlieben würde. Diesen Wunsch erfüllte sich die Gründerin der carmelotta online GmbH zunächst mit einem eigenen Laden, im November 2013 «eröffnete» auch der Carmelotta-Online-Shop. Großer Wert wird auf Produkte aus Europa gelegt.

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Ob Wohnaccessoires, Geschenkartikel oder Produkte für Kinder: Auf Carmelotta finden Kunden eine hochwertige Auswahl an Waren, die aus Europa stammen.

 
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Carmen Brantzen möchte mit Carmelotta eine Plattform bieten, auf der «der Kunde wirklich noch König ist».

 

Von 2009 bis Anfang 2014 lebte Carmen Brantzen ihren Traum mit einem kleinen Laden in Mainz. Dorthin hatte es sie der Liebe wegen aus Berlin verschlagen. «Das Geschäft ist drei Jahre lang sehr gut gelaufen und wir hatten eine tolle Stammkundschaft aufgebaut», erklärt die Gründerin. Aufgrund des Online-Booms verlor sie jedoch immer mehr Kunden und so musste sie das Geschäft Ende März schließen. Obwohl zunächst unsanft aus ihren Träumen wachgerüttelt, suchte Carmen Brantzen ein neues Zuhause für ihr Konzept - und fand es mit Carmelotta-Online im Internet.

Nicht weniger liebevoll und so persönlich wie möglich entwickelt sie im Online-Shop ihre Ursprungsgedanken weiter: «Verliebe ich mich in ein Produkt, schaue ich ihm tief in die Seele. Ich gehe auf Entdeckungsreisen um junge Kreative, Designer und Unternehmen zu finden, denen die Produktionsbedingungen und Qualität wichtiger sind als der reine Profit», so die Carmelotta-Geschäftsführerin.

Verzicht auf Massenware

Gemeinsam mit ihrem Mann und einer Grafikdesignerin setzte sie das Shop-Design um. Wichtig waren klare und schlichte Strukturen, eine einfache Navigation und eine persönliche Note. Mittlerweile erhält Carmelotta dafür Unterstützung von der Wuppertaler Agentur Jung IT. Das Sortiment dreht sich um die Bereiche Schenken, Wohnen und Design, die in acht z.T. saisonal wechselnde Kategorien unterteilt sind. Diese heißen z.B. «Geschenke», «Tisch & Tafel» «Baby & Kind» sowie «Karten», «Lampen» oder «Wohnen & Deko». Zu jedem Artikel gibt es eine ausführliche Beschreibung und die wichtigsten Vorteile sind mit«das gefällt uns ganz besonders» markiert.

Für die Auswahl der Ware, die Brantzen auf kleineren Messen und Märkten, im Internet und mithilfe ihres Netzwerkes aus Künstlern und Designern findet, ist neben deren Qualität auch der Ort der Produktion entscheidend. Denn der Wert eines Geschenkes beginnt für sie mit seinen Produktionsbedingungen. «Aus diesen Gründen haben wir uns dazu entschieden, Produkte zu finden, die innerhalb der EU und der Schweiz produziert werden», erklärt Carmen Brantzen, die das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Mann David leitet. Ein angenehmer Nebeneffekt des Konzeptes: Wer die Pakete öffnet, riecht Holz, Papier und Baumwolle, keine Chemie. Außerdem liegt jeder Bestellung eine handgeschriebene Karte bei, um dem eher anonymen Online-Geschäft eine persönliche Note zu geben. Zum weiteren Service gehören Gratis-Geschenkverpackungen, 30 Tage Widerrufsrecht sowie ein kostenloser Rückversand bei Nichtgefallen der Ware.

Der Kunde als König

Wer sich im Carmelotta-Shop registriert, kann sich auch seine Lieblingsprodukte auf einen «Wünschetisch» legen, diesen öffentlich machen und an individuelle Mail-Adressen versenden. Die Bestellungen, die per Kreditkarte, Paypal, Sofortüberweisung oder Vorkasse bezahlt und mit DHL go green verschickt werden, bearbeitet Carmen Brantzen gemeinsam mit einer Kollegin. Eine freie Journalistin unterstützt das Team bei Blog-Artikeln.

Während Carmelotta derzeit in erster Linie Mund-zu-Mund-Propaganda und Social Media-Seiten zur Vermarktung nutzt, möchte man in Zukunft Kooperationen mit anderen Shops eingehen. «Wir arbeiten an einem Modell, das für Geschäftskunden sehr interessant ist. Mehr kann ich dazu aber noch nicht verraten», so die Gründerin. Darüber hinaus möchte Carmelotta weiterhin ein liebevoll selektiertes Sortiment anbieten, Newcomer am Markt unterstützen und eine Plattform sein, auf der «der Kunde wirklich noch König ist».