04.02.14

Deutsche können mehr ausgeben

Dieses Jahr stehen jedem Bundesbürger nominal 586 Euro mehr für Ausgaben zur Verfügung. Diese Summe entspricht 2,85 % mehr gegenüber der des Vorjahres, wie die GfK GeoMarketing GmbH in der Studie «GfK Kaufkraft Deutschland 2014» errechnet hat. Dafür wurden erstmals die Ergebnisse der Volkszählung 2011 berücksichtigt.

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Foto: Vorwerk Gruppe

 

Unter Kaufkraft versteht man das Nettoeinkommen inklusive staatlicher Hilfen wie Renten, Arbeitslosen- oder Kindergeld, das für den Konsum ausgegeben werden kann. Für Gesamtdeutschland prognostiziert das Marktforschungsinstitut aus Bruchsal eine Summe von 1705,4 Mrd. Euro, das sind bei rund 80 Millionen Einwohnern 21179 Euro pro Kopf. Aufgrund einer erwarteten Inflationsrate von 1,7 % beträgt die reale Steigerung im Schnitt rund 1,1 %. «Allerdings haben nicht alle Bevölkerungsgruppen eine positive Kaufkraftentwicklung zu erwarten», so Simone Baecker-Neuchl, GfK-Marktdatenexpertin im Bereich Geomarketing.

Denn nach wie vor liegen die Kontraste nicht nur zwischen Ost und West sowie der Mitte und dem Süden Deutschlands weit auseinander, sondern aus regionaler Sicht auch oft nahe beieinander: So landet z.B. der Hochtaunuskreis im Kreisranking hinter Starnberg und vor dem Landkreis München auf Platz 2, doch die Differenz im knapp 50 km entfernten Gießen beträgt fast 10500 Euro pro Kopf. In Starnberg liegt die Kaufkraft mit 31438 Euro pro Kopf außerdem knapp 48 % über dem Durchschnitt, in Görlitz mit 16030 Euro bis zu rund 24 % darunter. Neu in den Top 10 der Stadt- und Landkreise ist Miesbach. Die Top 5 Bundesländer sind Hamburg, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein - Sachsen-Anhalt bildet das Schlusslicht.

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