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01.07.14 – Designgeschichten

Markuss Göpfert und «No More Walls»

Mit einer Mauer fing alles an. An ihr sah Hans-Peter Langsch zum ersten Mal die farbenfrohen Bilder von Markuss Göpfert.

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Kleiner Schwarzer aus der kleinen Bunten: die Espressotasse «No More Walls» von Goebel.

 
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Der Dresdner Künstler hatte 2012 im Rahmen der Coburger Museumsnacht die Arkaden der Mauer des Coburger Schlossplatzes gestaltet. Die gemauerten Bögen wurden von fröhlichen Wesen mit drei Haaren, drei Fingern und drei Zehen bevölkert, den «Muffins». Diese Kunstfiguren, das Markenzeichen Göpferts, gefielen dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Goebel Porzellan GmbH so gut, dass er mit dem «Muffin»-Schöpfer zusammenarbeiten wollte. Langsch schwebte vor, bekannte Sehenswürdigkeiten auf Porzellan umzusetzen. Da sich der Fall der Berliner Mauer bald zum 25. Mal jähren sollte, war man sich über das erste Motiv schnell einig: das Brandenburger Tor. Göpferts Zeichenstift verlieh dem Symbol der deutschen Wiedervereinigung ein fast schon psychedelisches Flair, mit schwingenden Säulen, einem großen Herzen in der Mitte, das alle Grenzen zu sprengen scheint, und einer Siegesgöttin Viktoria, deren Frisur natürlich aus genau drei Haaren besteht. Ein halbes Jahr dauerte es, bis die Porzellanexperten bei Goebel die erste Skulptur entwickelt hatten. Rund vier Wochen legten die Modelleure Hand an, bis sie mit den Kanten zufrieden waren, sechs Wochen wurde in der Weißfertigung getüftelt, damit die Skulptur im Brennofen nicht zu sehr schrumpfte, in weiteren sechs Wochen wurden die Farben gewählt, die auch nach dem keramischen Brand ihre Leuchtkraft behalten. Die Skulptur, die auf 1989 Exemplare (der Jahreszahl des Mauerfalls) limitiert wurde, blieb nicht lang allein. Die Serie wurde mit weiteren Produkten wie einer Espressotasse abgerundet. Damit ist Göpfert seinem Traum nähergekommen: «Meine Vision ist, dass irgendwann jeder einen lustigen Muffin hat, der ihn durch den Tag begleitet, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen.» Muffins statt Mauern — eine gute Idee, finden wir.

Der Designer

1969 in Dresden geboren.

1986 – 1988 Lehre zum Zimmermann.

1992 – 1994 Schlagzeugstudium an der Future Music School in Aschaffenburg.

1992 – 2001 Schlagzeuger, u.a. in den Bands Resistance und Letzte Instanz.

Seit 2004 freischaffender Künstler mit Atelier in Dresden.

2013 Designauftrag für die Goebel Porzellan GmbH.

Das Produkt

Die Markuss Göpfert-Motive «No More Walls», «Coffee Break in Arles» (nach einem Van Gogh-Gemälde), «Hugs and Kisses» (nach einem Klimt-Gemälde), «Laurentia— the Dancer» (nach Matisse) und «Piet, Sun and Love» (nach Mondrian) werden in der Artis Orbis-Reihe von Goebel umgesetzt.

Von «No More Walls» gibt es eine Skulptur, ein Wandbild, einen Künstlerbecher und eine Espressotasse.

Weitere Stadtmotive, z.B. von Paris oder Rom, sind in Planung.

www.markuss-goepfert.de

www.goebel.de