29.08.25 – IVSH Situations- und Tendenzbericht Q2 2025
Vorsichtiger Aufwärtstrend setzt sich fort
Die Stimmung in der Schneid- und Haushaltwarenindustrie ist im zweiten Quartal 2025 weiterhin verhalten positiv. Das geht aus dem aktuellen IVSH Situations- und Tendenzbericht hervor.
Damit setzt sich der vorsichtige Aufwärtstrend fort, auch wenn die Branche laut Bericht des Industrieverbandes Schneid- und Haushaltwaren e.V. (IVSH) nach wie vor mit Unsicherheiten und großen Risiken, wie den ausgeweiteten US-Zöllen, einem verhaltenen Konsumklima und unbefriedigender Standortpolitik, zu kämpfen hat. Besonders im Nicht-EU -Ausland – hier vor allem in den USA – wird die Geschäftslage deutlich zurückhaltender eingeschätzt.
In der aktuellen Geschäftssituation bewerten 31,1 % der Unternehmen ihre Lage als gut, 48,3 % als mittelmäßig, 17,2 % als schlecht und 3,4 % als sehr schlecht. Auffällig bleibt, dass Kleinstunternehmen und kleine KMU die Situation tendenziell schlechter einschätzen als größere Betriebe. Positiv ist, dass – anders als im Vorjahr – die Gesamtsituation mehrheitlich nicht mehr als „schlecht“ wahrgenommen wird und sich dieser Trend aus dem ersten Quartal 2025 damit fortgeschrieben hat.
Leichte Trendwende bei der Beschäftigungsentwicklung
Beim Auftragseingang (Volumen/Wert) im Vergleich zum Vorjahr berichten 10,4 % von einer deutlichen Zunahme (größer 5%), 31 % von einer Zunahme, 27,6 % von einem gleichbleibenden Niveau, 27,6 % von einem Rückgang und 3,4 % von einem deutlichen Rückgang (minus größer als 5%). Erfreulicherweise (nach z.T. Stellenabbau) zeigt sich eine leichte Trendwende bei der Beschäftigungsentwicklung gegenüber dem Vorjahr: 3,5 % berichten von einer deutlichen Zunahme (> 5 %), 41,4 % von einer Zunahme, 37,9 % sehen keine Veränderung und 17,2 % berichten von einer Abnahme. Am Markt lassen sich dabei klare Schwerpunkte erkennen, was das Kaufverhalten angeht: Am häufigsten genannt wird ein stärkerer Fokus der Kundinnen und Kunden auf das Preis-Leistungs-Verhältnis; zudem wird eine erhöhte Nachfrage nach nachhaltigen und regionalen Produkten und eine wachsende Nachfrage nach Produktinnovationen beobachtet.
Herausforderungen bleiben
Die größten Herausforderungen der Unternehmen bleiben unverändert: zunehmende bürokratische Belastungen, steigende Lohn(neben)kosten, ein teils rückläufiger oder volatiler Auftragseingang, steigende Rohstoffpreise sowie der anhaltende Fachkräftemangel. Trotz dieser Rahmenbedingungen plant die Mehrheit der Betriebe weiter in die Zukunft zu investieren – insbesondere in die Digitalisierung und IT-Infrastruktur, Mitarbeiterqualifizierung und Weiterbildung sowie in neue Technologien und Automatisierung.