20.05.20 – Kunsthandwerker-Verband

Planungssicherheit für Weihnachtsmärkte

In einem Brief an den sächsichen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer fordert der Kunshandwerker-Verband Planungssicherheit für Weihnachtsmärkte und Fachmessen.

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Der Dresdner Striezelmarkt gilt als ältester und einer der beliebtesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. © Dresden Marketing GmbH

 

„Um die wirtschaftliche Existenz der Mitglieder des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e. V. aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht weiter zu gefährden, benötigen wir klare, rechtzeitige und vor allem positive Aussagen zur Durchführung der Weihnachtsmärkte und Fachmessen“, heißt es in dem Schreiben. Der Verband besteht aus 56 direkten Mitgliedsbetrieben des Erzgebirgischen Kunsthandwerks®. Weiterhin betreut der Verband den Fachhandelsring Erzgebirgischer Volkskunst®, der deutschlandweit ca. 100 Fachgeschäfte vereint. Darüber hinaus besteht eine enge Verbindung zur Dregeno Seiffen e. G., welche nochmals mehr als 100, vor allem kleinere Handwerksbetriebe unter dem Dach der Genossenschaft bündelt. Insgesamt geht der Verband von ca. 2000 Arbeitsplätzen aus, die direkt an die Herstellung der Erzgebirgischen Volkskunst® gebunden sind.

„Auch wenn das Hauptgeschäft der Branche im vierten Quartal stattfindet, befürchten wir starke Umsatzeinbrüche durch die Pandemie, vor allem, wenn die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr nicht stattfinden sollten“, sagt Verbandsgeschäftsführer Frederic Günther. „Durch die aktuelle Planungsunsicherheit kam es vonseiten vieler Händler bereits zu Auftragsstornierungen. Auch das direkte Exportgeschäft ist sehr stark eingebrochen. Viele Hersteller haben Kurzarbeit angemeldet.“ Zudem beeinträchtige der fehlende Toursimus den Verkauf.

Weihnachtsmärkte als Schaufenster der Branche

Umso wichtiger ist laut Verband für die Erzgebirgische Holzkunstbranche die Planungssicherheit für das Saisongeschäft im letzten Quartal des Jahres. Von essenzieller Bedeutung für Händler und Hersteller sind dabei insbesondere die Weihnachtsmärkte und Fachmessen. „Diese sind nicht nur als reiner Umsatzfaktor zu betrachten, sondern auch als wichtiges Schaufenster unserer Branche“, sagt Frederic Günther. „Um eine entsprechende Warenbereitstellung für die Weihnachtsmärkte zu gewährleisten, ist auch der langfristige Herstellungsprozess unserer handwerklichen Erzeugnisse zu berücksichtigen“, sagt der Verbandsgeschäftsführer und unterstreicht: „Die Branche benötigt innerhalb des nächsten Monats eine positive Aussage zu den Weihnachtsmärkten, um ihr Produktionsaufkommen dementsprechend auszurichten.“