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18.06.15 – 100 Jahre Wendt & Kühn

Elfpunkte-Engel feiern Geburtstag

Vor 100 Jahren gegründet, stellt Wendt & Kühn noch immer Holzfiguren und Co. in Handarbeit her. Fürs Jubiläumsjahr hat man sich einiges einfallen lassen.

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Die Fertigung der Figuren – hier der neue Engel mit Schalmei – erfolgt in der Grünhainicher Manufaktur in aufwändiger Handarbeit.

 
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„Neuheit” aus dem Archiv: die Spandosen, die Grete Kühn in den 1920er Jahren entwarf.

 
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Angefangen hat alles anno 1915, als sich die beiden Absolventinnen der Kunstgewerbeschule Dresden, Grete Wendt und Grete Kühn, zusammenschlossen. In Grünhainichen, einem kleinen Örtchen im Erzgebirge, gründeten sie eine Manufaktur für hölzerne Figuren, Spieldosen und mehr. Zum Aushängeschild mit hohem Wiedererkennungswert entwickelten sich schnell die musizierenden Engel mit ihren elf weißen Punkten auf grasgrünen Flügeln. Besonders bei Sammlern sind sie beliebt: Jedes Jahr kommt ein neuer hinzu, wodurch das Engels-Orchester mittlerweile über 80 Mitglieder zählt.

Heute fertigen 180 Mitarbeiter die Holzartikel noch immer am Standort Grünhainichen und zum größten Teil in Handarbeit. Und noch immer befindet sich die Manufaktur in Familienhand: Claudia Baer, geborene Wendt, führt es in dritter Generation. Für das Jubiläumsjahr hat sich Wendt & Kühn einiges einfallen lassen. Einen Überblick bieten wir Ihnen hier.

Das Jubiläumssortiment

Die avantgardistische Sonder-Edition „Klangfarbe weiß” versteht sich als Hommage an die Gründerin Grete Wendt, die maßgeblich für Design und Entwicklung der Figuren verantwortlich war. Mit den Spandosen in verschiedenen Dekoren und Größen greift das Unternehmen Stücke aus dem Ideenschatz von Grete Kühn wieder auf – erstmals seit den 1920er Jahren sind die zeitlosen Stücke in unverändertem Design nun wieder zu haben. Daneben gibt es u.a. einen Jubiläums-Engel mit Lichterkranz, der ausschließlich im Jahr 2015 gefertigt wird.

Die Wendt & Kühn-Welt

Mehr als 1,5 Mio. Euro hat Wendt & Kühn in den letzten zwei Jahren in den Aus- und Umbau seiner Räumlichkeiten gesteckt. Aktuell entsteht die „Wendt & Kühn-Welt”: Dort erhalten Besucher nicht nur jede Menge Informationen zur Geschichte von und über die Herstellungsprozesse bei Wendt & Kühn, sondern können sich an vielen interaktiven Stationen auch selber als Holzspielzeugmacher versuchen. Eröffnet wird die Erlebniswelt während der großen Festwoche im Oktober.

Die Wendt & Kühn-Sonderausstellung

Wer jetzt Lust bekommen hat, mehr über Entstehung und Entwicklung des Unternehmens zu erfahren, für den ist die Sonderausstellung „100 Jahre Wendt & Kühn – Dresdner Moderne aus dem Erzgebirge” in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden das Richtige. Die Eröffnung erfolgt am kommenden Samstag, 20. Juni.

Ausführliche Vorstellungen der Jubiläums-Artikel sowie ein großes Unternehmens-Portrait lesen Sie in den nächsten Printausgaben von stil & markt. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier bestellen.