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05.12.16 – Strauss Innovation

Keine Lösung in Sicht

Im September hatte Strauss Innovation das dritte Insolvenzverfahren innerhalb von zwei Jahren beantragt. Diesmal scheint es keinen Ausweg zu geben.

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Bis spätestens Ende Februar werden alle 57 Filialen der Strauss Innovation geschlossen.

 

Nach über zwei Monaten intensiven Arbeitens an einer Fortführungslösung musste der Insolvenzverwalter der Warenhauskette, Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres von der Kanzlei AndresPartner, nun schlechte Nachrichten verkünden. Trotz der Bemühungen konnte kein Investor gefunden werden, der das Unternehmen und die Belegschaft übernimmt. „Ohne die Unterstützung durch einen oder mehrere Investoren ist es uns aufgrund von wirtschaftlichen und insolvenzrechtlichen Vorgaben nicht möglich, Strauss Innovation dauerhaft weiterzuführen“, bedauert Andres die Entwicklung.

 

Am vergangenen Freitag wurden die rund 670 Mitarbeiter informiert, die sich auf derzeit noch deutschlandweit 57 Filialen verteilen. In den meisten hiervon soll der Geschäftsbetrieb nach derzeitigem Stand bis Ende Februar 2017 noch laufen. Das gilt auch für Filialen, deren Mietvertrag bereits zum Ende des Jahres gekündigt wurde – hier kommt es auf die Zustimmung der jeweiligen Vermieter zu einer Verlängerung um einige Wochen über das Jahresende hinaus an. Wenn diese nicht gegeben wird, muss der Geschäftsbetrieb an den entsprechenden Stellen schon zum 31. Dezember 2016 eingestellt werden.

 

Für die nahe Zukunft plant Dr. Dirk Andres, den Filialbetrieb stufenweise einzustellen und mit dem Abverkauf zu beginnen. In dieser Woche beginnen die Verhandlungen zum Interessensausgleich und einem Sozialplan.